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         GESCHICHTE UND STELLUNG VON SVETI MARTIN NA MURI


Die Kommune Sveti Martin na Muri, die nördlichste Kommune in Kroatien (Zabnik: 46°33' N i 16°22' O), und befindet sich in der Geschpanschaft von Medimurje. Geschichte Medimurjes belegt dass das Schicksaal dieses "kleinen Erdteils" zwischen Mur und Drava nicht einfach war. Für eine grössere Ansicht klicken Sie bitte auf das Bild!

Eines der Beispiele ist das die Ungarn schon am 24. April 1860 die Eisenbahnstrecke zwischen Kotoriba - Cakovec - Maribor eröffnet haben und damit Medimurje mit dem Rest von Ungarn verbunden haben. Das ist der älteste Eisenbahngleis in Kroatien, aber nicht Zidani Most - Zagreb - Sisak, wie einige heute behaupten, welche 2 Jahre später errichtet wurde, nämlich in Jahre 1862. Mit diesen Gleis war, zu dieser Zeit Medimurje schon mit Wien - Budapest - Trieste verbunden.

Trozt der immerwährenden Okkupation, mit Mittwirkung von österreichischen und ungarischen Herrscher. Medimurje hat den nationalen Geist behalten. Modifiziert durch das Ausmaß kroatische Kultur.

Der Dichter Ivan Goran Kovacic hat einmal gesagt: "In Kroatien existiert z.B. das Lied aus Medimurje, welches zu den besten zählt ist einfalzreichsten und schönsten Werk auf der Welt."

In diesen Liedern wurde die ganze Liebe zu der Heimat eingearbeitet, die Nostalgie näher an den Schmerz als der Trauer, mit Tränen der Glückseligkeit, Erotik gehemmt durch Verbote, mit allen Erfahrungen von Trennung und durchs Verlassen der Heimat auf der Suche nach verbesserter Lebensqualität.

Das älteste Werk kaikawischer Literatur, das wir kennen, ist "Raj duše" (1560 Jahr - N. Desic), das Gebetbuch geschrieben von Katarina Frankopan-Zrinski, die Frau von Nikola Sigetski.


Autobahn Goričan - ZagrebNatürliche Schönheit, Fleis, Bescheidenkeit, Erbarkeit und Gastfreundlichkeit waren ein wesentlicher teil des Medimurje mit Recht der Namen: "HORTUS CROATIAE" oder Blumenbeet Kroatiens. Wir sind dankbar das unsere Vorfahren und unsere Großeltern, welche dafür zuständig waren, das wir und unsere Kinder den Segen bekommen haben um die wunderschönen Gegend genießen zu können.


*Uns wurde die Welt nicht von unseren Vorfahren vererbt - wir borgten sie von unseren Kinder*.


Die Einwohner von Sveti Martin na Muri und von den umliegenden Orten beschäftigten sich schon immer mit dem Ackerbau - Viehzucht und Weinbau. Das war die einzige Einkommensmöglichkeit, welche in der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts durch die industrielle Wirtschaft und Beschäftigung von dem gegenwärtigen Volk in der Industrie wurde stark vernachlässigt.

Viele Männer arbeiteten im Bergbau "Medimurski ugljenokopi", als Ausgräber, Mineleger, Fahrer. Die Beweise dafür sind die herumliegende "halde" in der Umgebung von Sveti Martin na Muri und längs entlang von Medimurje, als auch 7 Gräber, der verunglückten Minearbeiter, am Friedhof von Sveti Martin na Muri. Kohlenbergbaue wurden im Jahre 1972 geschloßen.

Vielen ist heute nicht bekannt das in der Vergangenheit, in der Umgebung von Sveti Martin na Muri auch Ziegelbau entwickelt und hergestellt wurde. Bekannter Ziegelbrennereien waren in Bukovje, Sveti Martin na Muri und Zabnik. Die Ziegel wurde handgearbeitet, welcher ein sehr schwieriger, komplizierter und müheaufwendiger Prozess wurde. Nach der Herstellung, wurden die Ziegel einige Tage lang in der Sonne getrocknet und danach im Backsteinoffen gebacken. Zwischen dem Ziegel brachte man ein Mergelstein aus "Medimurski ugljenokopi" und Korbweiden. Als alles angerichtet war, wurde der Ofen mit Schlamm bestrichen und das Feuer eingemacht. Nach ein Paar Tagen waren die Ziegel fertig gebacken und konnten fürs Mauern benutzt werden. Viele Häuser wurden aus solchen Ziegeln gebaut, welches man heute auch an einigen Häusern sehen kann, welche keine Fassade haben.

Und meine Kleinigkeit, als der Autor dieser Reihen, als Sekretär der damaligen "Jugendorganisation", wurde ich auch ein Teil des Errichtens des Feuerwehrgebäudes in Sveti Martin na Muri, welches mit selbstgebranten Ziegeln errichtet wurde. Der Gedanke war, dass die "Jugendorganisation" behilflich beim Entwickeln von der Ziegel sein wird und dafür konnten wir das Feuerwehrgebäude umsonst für verschiedene Aktivitäten, nutzen. Doch, mit verschiedenen politischen Spielen, die Jugend damals auch das Ganze aufs Spiel setzte, das ganze Werte nicht lang. Der Beweis dafür ist das in dem heutigen Feuerwehrgebäude sich ein Geschäft befindet und wir fragen uns warum die Cafes voller Jugendliche sind!!! Wo sollten sie sich den sonst aufhalten?


Kupferplatte C. Ferstler - 18 st Einmal hieß Sveti Marti na Muri Pomorje, mit der Zeit wurde daraus Sveti Martin, und die Ungarn nannten es Muraszentmárton.

Das kommunistische Regime in dem ehemaligen Staat hat den Namen "heilige" ("sveti") verboten. heute wurde der Name wieder im Jahr 1990 übernommen.

Archäologische Befunde beweisen das in der Nähe der Pfarreikirche sich ein römisches Kaserne ("castrum") befunden hat. Sveti Martin befindet sich also auf der damaligen Grenze zwischen Dalmatien und lIliricum (das römische Reich). Die strategische Straße verlief durch die Siedlung Ptuj - Slowenien (Petovium) und führte zu Szombathely in heutigen Ungarn.


Etwas mehr über die archäologischen Ausgrabungen berichtet Petra Novinscak aus Sveti Martin na Muri, Absolventin der Archeologie und Geschichte in Zagreb. Sie nahm an den Ausgrabungen hinter der Ambulanz teil:

- Sveti Martin na Muri befindet sich auf dem Fundament der antiken d.h. römischen Siedlung Hallicanum, welches man, auf Grund geschriebener antiker Quelle und außerdem aus der Wegbeschreibung des Itinerarium Antonini aus dem 3. Jh. n. Ä. Auf Grund dessen wurde verschiedene archäologische experimentelle Forschungen in 1977 und 1978 und auch systematische Ausgrabungen im Jahre 1985, welche gezeigt haben, dass es sich um eine größere antike Siedlung gehandelt hat (an der Oberfläche ungefähr zwischen 2,5 - 3 km²).

Während dieser Forschung wurde viel archäologische Materialien gefunden. Von unbeweglichen Objekten: die Reste des Fundaments eines antiken Objektes (sehr wahrscheinlich ein römisches Haus), antike Mauer, die Basis eines Steins der Säule und eine Vielzahl von baulichem Material, welches von intensiver baulicher Aktivität berichtet. Von dem beweglichen Inventar wurden römische Geldstücke im Abstand von 1 - 4 Jh. der neuen Ära gefunden, Fibulen, Öllampen und keramische Töpfe. Hallicanum war etwas größer Komplex, welches auch der Befund eines Opfersteines (Are), welches ein konsularre Benefitiar Tit Caeserniae Marcelin, Leiter dieser Siedlung, allerhöchsten römischen Gottheit Jupiter gewidmet hat.

Im Jahre 2002 wurden die archäologischen Ausgrabungen in Sveti Martin na Muri weitergeführt. Prof. Ivan Vidovic aus Museum Cakovec in Medimurje war der Leiter der Mission. Diese Forschung basierte auf der Fortführung 1985 des Befundes auf den sogennanten Berg antiker Töpferwerkstäte, lokalisiert auf der heutigen örtlichen Ambulanz. Schon früher wurde hier ein Trog für Pressen von Ton und auch 1 Teil der Töpferoffen gefunden. 2002 wurde auch einige andere Offen gefunden und auch römische Keramik, welche man in der Zeit von 1 - 6 Jh. n. Ä. datieren kann. Das sind die überreste von Tellern, Essteller, Amphora und einige Töpfe, die man in täglichen Leben benutzen kann. Also sprechen wir von töpferischen Gegend, welche sehr aktiv inmitten von der römischen Siedlung Hallicanum. Alle Befunde befinden sich im Cakovec Museum in Medimurje, wo man sie analisiert und wenn möglich rekonstruirt, den einige Fragmente wurden schon erfolgreich zu einem Ganzen zusammengeklebt.


Die Kirche von dem Heiligen Martin in Sveti Martin na Muri ist eine baroker gottischer Bau, datiert 1467 und 1468 (Konsole in der Kirche), mit arabischen Zahlen, ist das älteste Denkmal dieser Art in Kroatien.

Gefunden hat es Andela Horvat in 1954, es stammt aus 1468. Diese Schrift in Sveti Martin na Muri in der Tat ein wichtiges Denkmal Kroatiens. Dieses Dokument ist das zweiälteste Exemplar geschrieben mit arabischen Ziffern in Kroatien. Es befindet sich in der Kirche "Der Heilige Marcus" in Zagreb, aus dem Jahr 1499.

Bilder - Die Kirche

Die Kirche in Sveti Martin na Muri ist, nach dem Schreiben von Dr. Andela Horvat, "ein baroker, gottischer Bau mit zweiseitlichen Kappellen mit schmallen Glockturm, des westlich frontal angelegt ist und einer Sakristei in nördlicher Richtung des gottischen Reliquienschreiens". Heute is es schwer festzustellen wann Teile dieses wertvollen heiligen Objektes erbaut wurden, aber aus kanonischer Visitation erfahren wir dass "die Kirche in 17 Jh. hat Reliquienschreien ein Kirchenschiff, einen Glockturm und eine Sakristei". Etwas später, 1767 wurden dem Kirchenschiff eine südliche und 1783 eine nördliche Kappelle hinzugebaut. Die neue Sakristei mit einem Oratorium datiert aus dem Jahr 1777.

Doch das wichtigste kulturelle und auch historische Bedeutung der Kirche macht das gottische Teil aus. Das ist "der verlängerte Reliquienschrein bedeckt mit gottischer natzartiger Decke, welche mit den dreien Hauptsteinen verbunden ist und das ganze wird durch 10 Konsolen gehalten". Gerade diese Konsole (Träger) sind diejenigen dessen Aufmerksamkeit Kunsthistoriker erwäckt haben. Auf ihnen befinden sich verschiedene Abbildungen vor Gestalten und Figuren unbekannter Künstler aus dem 15 Jh. Auf einem dieser Konsole befindet sich eine Eingemeißelter auf einen gottischern Band aus 1468. Das ist die älteste arabische Zifferschrift in Kroatien. Bis jetzt wurden nämlich auf allen Denkmälen die Zahlen in römischen Zeichnen geschrieben. Außer dieser uhralten konsolen, haben auch die Wandbemahlungen eine hohe historische und künstlerische Bedeutseimkeit. Ihre Existenz wurde bewiesen, aber nicht ausreichend überprüft. Schon der kanonische Visitator Zubic im Jahre 1688 verzeichnete dass die Kirche von außen wie auch von ihnen voller Bilder war, wobei Gazon in 1878 berichtet dass unter der Tünche sich einige Bilder befinden. Diese Behauptungen wurden im Jahre 1954 bestetigt, als man unter dem Verputz einige "Grafitis, am frühesten 1505 geschrieben wurden im Kirchenschiff Ornamente mit Ranken, welche karakteristisch für die Zeit der Renesance und in der südlicher Kapelle wurden Wandmalereien baroker Architektur gefunden".

Und das Inventarium dieser Kirche ist besonders wertvoll: das Hauptaltar von Heiligen Martin wurde im Jahre 1760 von damaligen Pfarer Lovro Horvat errichtet. Das Altar der südlichen Kappelle stammt aus dem Jahr 1779, der wertvoller Predigerstand und Altar der nördlichen Kapelle stammt aus dem Baujahr 1784.

Das erste mal wurde die Pfarerei 1334 als "Sancti Martini" genannt. diese Titel wurde bis heute behalten. Nach der Schrift von 1802 zählte die Pfarerei 1906 Gläubige, während es sich nach der Schrift von 1991 um 2987 Gläubern handelte. Die Pfarerei muß auch die Hlapicinu mit deren 1100 Gläubigen hinzuzählen, welche zu den Mursko Sredisce gehören.


Die Gemeinde nimmt eine Fläche von 2525 ha ein. Nach dem Verzeichnis der Einwohner im Jahre 2001, in der Kommune leben heute 2958 Einwohner. 13 Siedlungen gehören zur Kommune, das Zentrum der Kommune ist Sveti Martin na Muri. Alle Siedlungen gehören zur gleichnamigen Pfarrei Sveti Martin. Zur Pfarrei gehört der Ort Hlapicina, welcher sich in der Stadt Mursko Sredisce befindet.

Das gebiet der Siedlung breitet sich teilweise auf einer hügeligen und teilweise flachen Landschaft von Medimurje. Viele sagen, dass das der schönste teil Medimurjes ist. Von Norden her beweint Medimurje den unruhigen Fluß Mur und von der südlichen Seite die kleinen Hügel beschauen die Alpen, Berge von Zagorje und ungarische Grassteppe ("pusta"), laden Sie zu angenehmen Spatziergängen neben viel Zehligen Weinberghäuser ein gutes Lied hören kann und es mit Vergnügen genießt.

Willkomen in der nördlichen Teil Kroatiens!